Montag, 11. Dezember 2017
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Krankheiten

Auch Vogelspinnen können wie wir Menschen krank werden. Da die meisten Krankheiten der Spinnentiere aber weitesgehend unerforscht sind, gibt es hier auch leider wenige Möglichkeiten der Heilung. Im Zweifel ist immer der Tierarzt der erste Ansprechpartner!

Würmer:
Diese Krankheit erkennt man meistens spät. Das Tier frißt zwar wie gewohnt, nimmt aber nicht mehr zu. Das Abdomen wird kleiner und kleiner. Irgendwann bricht der Stoffwechsel des Tieres zusammen und es verstirbt.
Eine Behandlungsmethode ist mir nicht bekannt.
Das Terrarium sollte gründlich gereinigt werden, bevor es neu besetzt wird!

Milben:
Bei Milbenbefall erkennt man viele kleine, helle, sich bewegende Punkte auf der Spinne. Meistens zwischen den Beingelenken und den Chelizeren.
Eine Behandlung mit 70%-iger Alkohol-Lösung aus der Apotheke kann zur Abtötung der Milben verwendet werden.
Das Terrarium sollte gründlich gereinigt werden, bevor es neu besetzt wird!

Verpilzung:
Bei zu feuchter bzw. nasser Haltung können sich Pilze ,meistens auf dem Abdomen oder Carapax, bilden. Dieser kann unbehandelt schlimme Auswirkungen auf das Tier haben. Der Pilz breitet sich auf dem gesamten Körper aus und die Spinne verendet.
Am besten läßt sich so ein Pilz mit Salben vom Tierarzt oder aus der Apotheke mittels Wattestäbchen auftragen.

Vogelspinnenkrebs:
Der Vogelspinnenkrebs zeigt sich nur im Endstadium mit einer Blasenbildung am Hinterleib, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Vom relativ normalen Verhalten stellt die Spinne nach einiger Zeit das Fressen und die Bewegung ein und verendet.
Es gibt zur Zeit keine Behandlungsvorschläge für diese Krankheit. Auch der Auslöser wurde bisher noch nicht entdeckt.
( Es soll helfen die Blasen zu öffnen um die Flüssigkeit ablaufen zu lassen...)

Hinterleibsverletzungen:
Es ist möglich das Spinnen beim Klettern oder bei nachlässigem Umgang im und aus dem Terrarium fallen können. Hierbei treten Rißstellen am Hinterleib der Spinne auf. Im schlimmsten Fall "platzen" die Tiere förmlich auf !
Kleine Risse, aus denen Blut austritt kann mit Mehl bestäubt werden um die Blutung zu stoppen. Bei größeren Wunden ist in der Regel kaum was zu machen.


Verletzungen der Beine:
Spinnen sind in der Lage, Verletzungen an den Beinen mit der nächsten Häutung zu "reparieren!. Auch verlorene Gliedmaßen werden ersetzt. Eine Häutung nach dem Unfall kommt ein kleineres, dünneres Bein zum vorschein. Bei jeder weiteren ist es von den anderen kaum noch zu unterscheiden.
Die Spinnen besitzen an den Beinen spezielle Bruchstellen zwischen den 1. und 2. Gliedern. Wenn ein Bein verletzt oder eingeklemmt wurde, stößt es die Spinne wenn nötig ab. Falls das Tier zu schwach oder von alleine aus nicht in der Lage sein sollte das Bein anzutrennen, kann man Hilfe leisten und das Bein mittels Pinzette so fixieren das es abbricht.
( Achtung! - man sollte schon wissen wie man es macht! )

Nemathoden / Parasiten:
Bei diesen Krankheiten verhält sich die Spinne anfangs noch normal. Nach einiger Zeit wird sie unruhig, frißt nicht mehr richtig und es kommt anschließend zur schädigung es Nervensystems (meist zuckende, unkontrollierte Bewegungen ).Im Bereich der Chelizeren und des Schluntes ist dann meistens weißer, zäher Schleim zu finden.
( Achtung! - befallene Tiere sofort von allen Vogelspinnen trennen - Es herrscht akute Ansteckungsgefahr !)
Ausgelöst wird der Befall durch verseuchtes Futter und Buckelfliegen, die die Larven der Erreger im Terrarium und auf der Spinne hinterlassen.
Bei dieser Krankheit ist mir keine Behandlung bekannt.

Austrocknung - Dehydrierung:
Tiere mit zusammengezogenen Beinen zur Körperunterseite, die sich kaum noch Bewegungen und Reaktionen zeigen stehen kurz vor dem "Austrocknungstot". Dieses kann in den Sommermonaten bei Tierversendungen als auch das ganze Jahr über durch Fehlverhalten des Pflegers auftreten. Solche Tiere müssen umgehend in eine befüllte Wasserschale gelegt werden! In den seltensten Fällen fangen sich die Tiere nach einiger Zeit wieder.
( Immer dran denken, Wasser brauchen nicht nur wir! )